Architektur Forum Ostschweiz

Mo 30. März 2026, 18.30 Uhr

Fragmente – Wagnis Unvollständigkeit

Gesprächsreihe: Fragmente

im Forum

  • Chasper Schmidlin, Archi­tekt, Zürich und Engadin
  • Maj Lisa Dörig, Künstlerin und Illustratorin, St. Gallen
  • Modera­tion Martin Tschanz, Archi­tekt, Zürich
  • Bild zum Beitrag Stall Madulain
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  • Bild zum Beitrag Museum Susch
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  • Bild zum Beitrag Kunstmuseum Bern
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  • Bild zum Beitrag Werk Arbon
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  • Bild zum Beitrag Schloss Frauenfeld

Wagnis Unvollständigkeit: Historische Gebäude tragen Spuren ihrer Zeit: Risse in den Wänden, unebene Böden, Patina. Was passiert, wenn diese Spuren nicht beseitigt werden, sondern bewusst Teil der Architektur bleiben?

Alte Ställe, Industriehallen oder vergessene Räume erzählen Geschichten. Zwischen Erhalt und Veränderung entsteht ein Spannungs­feld: Wie viel Eingriff ist nötig? Wie viel Unvoll­ständigkeit kann bleiben? Und welche neuen Möglich­keiten entstehen gerade dort, wo nicht alles perfekt ist?

«Wagnis Unvollständigkeit» nähert sich der Idee einer Archi­tektur, die nicht alles glättet, repariert oder vollständig definiert. Eine Archi­tektur, die Raum für Inter­pretation lässt – und für neue kulturelle Nutzungen.

Ein Blick auf die ästhetische und räumliche Kraft des fragmen­tarischen Unvoll­endeten.

Vortrag von Chasper Schmidlin, im An­schluss Podiums­­­diskus­sion mit Maj Lisa Dörig, mo­deriert durch Martin Tschanz.

Eintritt CHF 10.– / Mitglieder AFO Eintritt frei
Gratis Studenten-Mitgliedschaft

Chasper Schmidlin

Chasper Schmidlin stammt aus der Engadiner Künstlerfamilie Könz. Sein Urgrossvater Iachen Ulrich Könz prägte mit der Bewahrung der historischen Bau­substanz das Dorf­bild von Guarda, seine Urgrossmutter Selina Chönz schrieb das bekannte Kinder­buch des 'Schellen-Ursli', welche Alois Carigiet illustrierte. Diese familiäre Bau­tradition und die kulturelle Geschichte des Engadins bilden eine zentrale Inspirations­quelle seiner Arbeit.

Zu seinen bekannten Projekten zählen das Museum Susch (in Zusammen­arbeit mit Lukas Voellmy), die Von Bartha Galerie in Basel sowie der Umbau und Betrieb der Stalla Madulain, einer Kunst­galerie, gemeinsam mit Gian Tumasch Appenzeller. Schmidlin Architekten haben im August 2024 den Architektur­wettbewerb für den Neu­bau und die Sanierung des Kunst­museums Bern gewonnen.

Seine Arbeits­schwerpunkte liegen im Dialog zwischen Kunst und Architektur, im Bauen im Bestand sowie im alpinen Raum, insbesondere im Engadin. Nachhaltig­keit und der respektvolle Umgang mit bestehender Bau­substanz nehmen dabei eine zentrale Rolle ein.

Maj Lisa Dörig

Maj Lisa Dörig wurde 1997 in St.Gallen geboren und ist dort auf­gewachsen. Sie absolvierte den Bachelor­studien­gang Illustration Fiction an der Hoch­schule für Design & Kunst in Luzern sowie ein Austausch­semester an der Kingston School of Art in London. Anschliessend studierte sie anderthalb Jahre an der Royal Drawing School in London und schloss dort 2024 das «Drawing Year» ab.

Seither arbeitet sie als freischaffende Illustratorin und Künstlerin in St.Gallen, Zürich und London. Atelier­aufenthalte führten sie 2022 in die Sasso Residenz in Vairano, 2024 in die «The Moritz-Heyman Residency» in Borgo Pignano sowie 2025 zur «Dumfries House Artist Residency» in Schottland.

Maj Lisa Dörig hat 2025 einen Werkbeitrag der Stadt St.Gallen erhalten. Die Künstlerin zeigt ihre aktuellen Werke im Archi­tektur Forum Ostschweiz. Die Aus­stellung dauert bis So 5. April 2026 und ist Di-So jeweils 14-17 Uhr geöffnet.

Referent*innen

Bildnachweis

Chasper Schmidlin

Architektur Forum Ostschweiz Davidstrasse 40 9000 St.Gallen Maps ↗
076 345 16 93
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