Architektur Forum Ostschweiz

2026: Fragmente

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Fragmente ·

Architektonische Ideen und Konzepte schaffen es kaum jemals als voll­kom­menes Ganzes materialisiert in unseren gebauten Lebens­raum. Nicht nur gesell­schaftliche Aus­handlungs­prozesse, auch rechtliche Parameter und der vorhandene bauliche Kontext führen zu An­passungen. Fragmente finden wir vereinzelt, gut konserviert als Bricolage, stark über­formt oder wieder defrag­mentiert zum grossen Ganzen überall in unseren Städten und Dörfern.

Beeindruckend ist dabei, dass die kleinsten Über­bleibsel grosser Pläne von ent­scheidender Wichtig­keit für die qualitätvolle Ent­wicklung eines Ortes sein können.

Die möglichst ressourcen­schonende Nutzung des Gebäude­bestands als ökologische Ver­pflichtung ist dabei ein kreativer Kata­lysator, der aktuell viele neue Denk­ansätze und Bilder entstehen lässt, deren gedankliche Ein­ordnung uns aktuell herausfordert.

Das Arbeiten auf dem weissen Papier und der grünen Wiese, das Tabula rasa der Moderne, verhiess Autor­innen und Autoren eine voll­ständige Kontrolle über ihr Werk. Im Gegen­satz dazu bedeutet die Arbeit mit Frag­menten ein grosses Wagnis. Die Konzepte bleiben zu Weilen unvollständig, ergebnis­offen und können eine grosse Akzeptanz von brüchiger Strin­genz ab­ver­langen. Sie bieten jedoch grössere Chancen auf An­eignung durch die Gesell­schaft sowie ein kontinuierliches An­knüpfen und Verweben mit dem Bestand.

Durch eine zukunfts­fähige An­passung sichern sie seinen nachhaltigen Fort­bestand.

Wir möchten uns ein Jahr lang in unserer Gesprächs­reihe dem Um­gang mit Frag­menten widmen – sowohl bau­lichen und gedank­lichen –, ihrer kulturellen, öko­no­mischen und öko­logischen Bedeutung.

Machen Sie mit uns Ihr Denken «ready to disassambled».

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