Architektur Forum Ostschweiz

Impulse – Koexistenz

Yves Dreier, Architekt, Dreier Frenzel Architekten, Lausanne / Joris Van Wezemael,  Geograph und Stadtplaner, Luzern / Claudia Thiesen, Architektin und Spezialistin für gemeinschaftliches Wohnen, Zürich / Moderation Jean-Daniel Strub, Ethiker, Zürich

Mo 4. April 2022, 19.30 Uhr im Forum und im Livestream

Das Prinzip der Koexistenz wurde im Rahmen des Ecoquartier de la Jonction in Genf erprobt und erwies sich sowohl in der Planungsmethode als auch in der Strategie als ideal, um die verschiedenen Akteure und Kräfte miteinander in Einklang zu bringen.
Dieses Projekt berichtet von Hybridisierungen und Begegnungen, die auf den ersten Blick  unerwartet erscheinen. Als Ersatz einer Industrie- und Alternativbrache im Zentrum von Genf fügt sich das Projekt in der Kontinuität der Baumasse ein. Die symbolische Bedeutung der Koexistenz liegt vor allem in seiner gemischten und kooperativen Dimension, die eine  integrative, partizipative und kollektive Denkweise hervorhebt.
Das Projekt kristallisiert zahlreiche soziale Ambitionen heraus, die sich in grosszügigen Gemeinschafts- und Aussenräumen widerspiegeln. Die Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner seit der Vorprojektphase schlägt sich in einer flexiblen Architektur, ungewöhnlichen Wohnstandards und einzigartigen Ausdrucksformen spontaner Aneignungen nieder. Das  Projekt schafft ein Gefühl von Dichte und Intensität, das sowohl dem Aussergewöhnlichen als auch dem Alltäglichen einen Wert verleiht.

Yves Dreier ist Architekt und Architekturkritiker in Lausanne. Er ist Mitinhaber des Büros Dreier Frenzel Architecture + Communication, das mit dem Swiss Art Award 2016 und dem waadtländischen Baukultur-Preis 2020 ausgezeichnet wurde.

Eintritt 10.- / Mitglieder AFO frei

Veranstaltungssponsor:
Helvetia Generalagentur St. Gallen-Appenzell

Dreier Frenzel, Architecture+Communication

Einladungskarte April

Bildnachweis: Dreier Frenzel