Architektur Forum Ostschweiz

Monatsarchive: Januar 2019

Prix Lignum 2018 – Erfolge mit Holz

Jürg Stieger, Forrer Stieger Architekten, St. Gallen / Patrik Jaeger, Jaeger Koechlin Architekten, Basel / Christoph Giger, Giger Nett Architekten, Zürich / Mélanie Eppenberger, Toggenburg Bergbahnen AG, Unterwasser

Mo 21. Januar 2019, 19 Uhr im Forum

Alle drei Jahre und bereits zum vierten Mal zeichnet der Prix Lignum den innovativen, hochwertigen und zukunftsweisenden Einsatz von Holz in Bauwerken, im Innenausbau, bei Möbeln und künstlerischen Arbeiten mit Holz aus.
Unter 15 Rängen aus fünf Grossregionen vergibt die Jury drei nationale Preise: Gold, Silber und Bronze. Die Ostschweiz belegt 2018 mit der Bergstation Chäserrugg national den ersten Platz. Der Spitzenplatz in der Region Ost geht an die Wohnhausaufstockung in St. Gallen.
Das Architektur Forum Ostschweiz lädt in Zusammenarbeit mit der Lignum Holzkette St. Gallen und der Lignum Ost zu zwei Anlässen über Erfolgsobjekte des Prix Lignum 2018 ein. Insgesamt werden sieben Objekte aus den Kantonen TG, SG, AR aus ganz verschiedenen Sparten von den verantwortlichen Architekten oder Bauherrschaften persönlich vorgestellt.
Während des anschliessenden Apéros können bilaterale Gespräche geführt werden.

«Struktureller Holzbau im urbanen Raum» / Aufstockung Wohnhaus Röschstrasse St. Gallen / Jürg Stieger, Forrer Stieger Architekten, St. Gallen

«Holz im öffentlichen Bau» / Wildenstein III, Schulhausanlage Rorschacherberg / Patrik Jaeger, Jaeger Koechlin Architekten, Basel

«Struktur als Sprache» / Haus am Hang, Urnäsch / Christoph Giger, Giger Nett Architekten, Zürich

«Holzbau als Publikumsmagnet» / Bergstation Chäserrugg / Mélanie Eppenberger, Toggenburg Bergbahnen AG, Unterwasser

Anmeldungen bis Fr 11. Januar 2019 an info@nulla-f-o.ch. Teilnehmerzahl beschränkt.

Eintritt frei

Die Ausstellung zum Prix Lignum 2018 im Forum dauert von Mo 21. Januar 2019 bis Sa 26. Januar 2019 und ist täglich von 8 – 18 Uhr geöffnet.

In Zusammenarbeit mit der Lignum Holzkette St. Gallen und Lignum Ost

Prix Lignum

Einladungskarte Januar

Bildnachweis: Corinne Cuendet, Clarens | LIGNUM

Prix Lignum 2018 – Erfolge mit Holz

Marcel Jaeger, Jaeger Maffeo Architekten GmbH, Winkel / Serdar Eyiz,
Adank & Partner AG, Amriswil / Stefan Keller, Forma Architekten AG, St. Gallen

Mi 16. Januar 2019, 12 – 13.30 Uhr «VIVA», Evang. Kirchgemeinde, Rheinstrasse 46, Frauenfeld

Alle drei Jahre und bereits zum vierten Mal zeichnet der Prix Lignum den innovativen, hochwertigen und zukunftsweisenden Einsatz von Holz in Bauwerken, im Innenausbau, bei Möbeln und künstlerischen Arbeiten mit Holz aus.
Unter 15 Rängen aus fünf Grossregionen vergibt die Jury drei nationale Preise: Gold, Silber und Bronze. Die Ostschweiz belegt 2018 mit der Bergstation Chäserrugg national den ersten Platz. Der Spitzenplatz in der Region Ost geht an die Wohnhausaufstockung in St. Gallen.
Das Architektur Forum Ostschweiz lädt in Zusammenarbeit mit der Lignum Holzkette St. Gallen und der Lignum Ost zu zwei Anlässen über Erfolgsobjekte des Prix Lignum 2018 ein. Insgesamt werden sieben Objekte aus den Kantonen TG, SG, AR aus ganz verschiedenen Sparten von den verantwortlichen Architekten oder Bauherrschaften persönlich vorgestellt.
Während des anschliessenden Imbisses können bilaterale Gespräche geführt werden.

«VIVA» / Neubau Kirchgemeindehaus Frauenfeld / Marcel Jaeger, Jaeger Maffeo Architekten GmbH, Winkel

«UNUS» Kreuzlingen / Wohnüberbauung mit 60 Studiowohnungen / Serdar Eyiz, Adank & Partner AG, Amriswil

Neubau Haustechnik Eugster AG Arbon / Stefan Keller, Forma Architekten AG, St. Gallen

Anmeldungen bis Fr 11. Januar 2019 an info@nulla-f-o.ch. Teilnehmerzahl beschränkt.

Eintritt frei

In Zusammenarbeit mit der Lignum Holzkette St. Gallen und Lignum Ost

Prix Lignum

Einladungskarte Januar

Bildnachweis: Naumann Fotografie, Schönaich

Architektur im Film

Didi Contractor – Leben im Lehmhaus

So 28. April 2019, 13.15 Uhr im Kinok

Architektin Didi Contractor arbeitet seit vielen Jahrzehnten an einem neuen Denkmodell der Architektur, welches Landschaft und Haus miteinander vereint. Mit dokumentarischen Mitteln und poetischer Sprache nähert sich der Film einer Künstlerin und Architektin. Die von ihr gestalteten Häuser und deren Bewohner, die natürlichen Materialien – Lehm, Bambus, Schiefer und Flusstein, sowie die Landschaft Nordindiens sensibilisieren uns für Ihre Vision und die globalen Fragen über den Umgang mit Mutter Erde.

Zum Trailer

Regie: Steffi Giaracuni, CH/D 2017, O/d-f, 81’

Eintritt 16.– / Mitglieder AFO 11.–
Reservation: T 071 245 80 72, www.kinok.ch

Veranstaltungssponsor:
Domus Leuchten und Möbel AG
Inhaus AG
ZZ Wancor AG

Bildnachweis:  First Hand Films

Architektur im Film

City for Sale

So 31. März 2019, 11 Uhr im Kinok

Berlin gilt als neuer «Hot Spot» der westlichen Welt. Sogar aus den Megametropolen London und New York zieht es die Menschen an die Spree. Das Problem ist, dass immer mehr Menschen hier leben wollen, zumal Wohnungen im Vergleich zu anderen europäischen Metropolen in Berlin (noch) unschlagbar günstig sind. Die Konsequenz daraus: ehemals staatliche Immobilien und Wohnungen werden privatisiert; Mietwohnungen werden zu Eigentumswohnungen, die sich nur die Reichen leisten können. Doch bevor die Immobilien veräussert werden können, müssen erst einmal die Mieter raus. Ein in den letzten Jahren stetig zunehmender Kreislauf kommt in Gang. Der Kampf um den attraktivsten Wohnungsmarkt Europas geht weiter. Die Dokumentation «City for Sale («Die Stadt als Beute») ist ein Langzeitprojekt von Regisseur Andreas Wilcke. Rund vier Jahre lang begleitete er alle beteiligten Akteure bei ihrem Bewerben, Bieten und Buhlen um den begehrten Wohnraum: Makler, Kaufinteressenten, Investoren, Mieter und Eigentümer. Er begab sich in die verschiedenen Bezirke der Stadt, um den Wandel auf dem Berliner Immobilienmarkt mit der Kamera einzufangen und präsentiert die jüngsten Entwicklungen sachlich und objektiv, zumeist nur als stiller Beobachter. Einen grossen Reiz des Films machen die unverstellten, persönlichen Gespräche und Abläufe von Besichtigungen und Unterredungen aus. Es ist ein intimer Blick hinter die Kulissen des heiss umkämpften Marktes, in dem schnell klar wird: Geld spielt für die Interessenten keine Rolle – zum Leidwesen der langjährigen Mieter und sozial schwachen Bewohner, denen nicht mehr viel bleibt, als sich langfristig an die Ränder der Stadt drängen zu lassen. Dies wird in einer Szene deutlich, die einen Kaufinteressenten an einer Immobilienmesse zeigt. Dieser geht von Stand zu Stand, benennt klar seine Wünsche («Altbau oder Loft») und äussert im Vorbeigehen ganz beiläufig: «Geld spielt keine Rolle.» «City for Sale» feierte 2016 am Filmfestival Max Ophüls Preis seine Premiere und ist aktueller denn je.

Zum Trailer

Regie: Andreas Wilcke, DE 2017, deutsch, 83’

Eintritt 16.– / Mitglieder AFO 11.–
Reservation: T 071 245 80 72 oder auf Kinok

Veranstaltungssponsor:
Domus Leuchten und Möbel AG
Inhaus AG
ZZ Wancor AG

Einladungskarte März 2019

Bildnachweis: wilckefilms

Architektur im Film

Architektur der Unendlichkeit

So 24. März 2019, 11 Uhr im Kinok

Der Filmregisseur Christoph Schaub (*1958) war schon als Kind von Kirchenbauten fasziniert. So setzt er in seiner persönlichen Reise durch Raum und Zeit bei seiner Kindheit an. Gemeinsam mit den Architekten Peter Zumthor, Peter Märkli und Álvaro Siza Vieira, den Kunstschaffenden James Turrell und Cristina Iglesias sowie dem Schlagzeuger Jojo Mayer ergründet Schaub die Magie sakraler Räume, deren Definition hier weit über kirchliche Bauten hinausgeht. Vielmehr geht der Film auch Fragen nach, wem eigentlich Spiritualität gehört, und erkundet die Verbindung von sakraler Kunst und Natur. So führt «Architektur der Unendlichkeit» im wahrsten Sinne über Denkgrenzen hinaus. Die schwerelose Kamera des Ostschweizers Ramòn Giger lässt den Zuschauer eintauchen in traumwandlerische Bilder und unternimmt sinnliche Reisen in räumliche Weiten; sie lenkt den Blick in die Unendlichkeit des Sternenhimmels und die Tiefe des Meeres. Christoph Schaub sagt über seinen neuen Film: «Ich habe bei der Arbeit an ‹Architektur der Unendlichkeit› entdeckt, dass ich nicht nur einen Film über sakrale Architektur mache, sondern dass ich auch aus meinem Leben erzählen muss. Die eigentliche sakrale Architektur stand dadurch immer weniger im Mittelpunkt meines Interesses. So sprechen die Protagonisten kaum über ihre Architektur, sondern anhand der Architektur intensiv über philosophische Fragen, die für unsere Existenz essenziell sind. Im Laufe der Arbeit habe ich realisiert, dass ich den Begriff des Raumes ausweiten will. Ich kann genauso über den Raum im Innern des Menschen nachdenken. Der innere Raum kann als unendlich betrachtet werden; jedenfalls hat der innere Raum keine sichtbaren Grenzen, keinen Anfang und kein Ende und auch keinen Mittelpunkt. In der realen, materiellen Welt hingegen kann man sich keine ‹Architektur der Unendlichkeit› in einem konkreten Sinn vorstellen.»

Zum Trailer

Regie: Christoph Schaub
CH 2018, deutsch, 91’

Kinok, Cinema in der Lokremise
Grünbergstrasse 7, 9000 St. Gallen

Eintritt 16.– / Mitglieder AFO 11.–
Reservation: T 071 245 80 72, Kinok

Veranstaltungssponsor:
Domus Leuchten und Möbel AG
Inhaus AG
ZZ Wancor AG

Einladungsarte Februar 2019

Bildnachweis: Pressecenter cineworx

Städtische Ausstellung im Forum

Claudia Keel: grün

Ausstellung: Fr 1. März bis So 24. März 2019
Öffnungszeiten: Di–So, 14–17 Uhr

Vernissage: Donnerstag, 28. Februar 2019, 18.30 Uhr
Einführung: Dr. Ingrid Riedel

Jahresthema 2019

Auf Zeit

Was hat die beständige Architektur mit der flüchtigen Zeit zu tun? Architekten wähnen sich oft als Künstler, die in der Zeitlosigkeit arbeiten. Die auftretenden Stilepochen werden als rhythmisch vorantreibende Wellen in diesem Kontinuum angesehen. Mit der Zeit lassen sich die historischen Dimensionen bemessen. Eine weitere unweigerliche Folge des Zeitenflusses stellt der kontinuierliche Zerfall der Materie dar, dieser wird im positiven Sinne und bis zu einen gewissen Grad als Patina bezeichnet. Aus dem Zerfall lassen sich aber auch Strategien des Wiederverwendens oder auf Neudeutsch des Recyclings ableiten.
Wie gehen wir mit dem Zerfall und der Zeitlichkeit um? Meistens wird restauriert und saniert. Aber was machen wir, wenn die Substanz noch intakt ist, sich jedoch die Bedürfnisse geändert haben? Zerstören wir dann etwas, das materiell noch gut ist, oder gelingt es, dieses so umzugestalten, dass es gewandelten Bedürfnissen
genügt?
Guter Architektur mit ihren der Zeit enthobenen Ansprüchen fällt es beim Aushandeln guter Lösungen oft schwer, dem marktwirtschaftlichen Druck standzuhalten.  Da bedarf es meistens der Unterstützung mit politischen Ideen und um diese zu erhalten und zu stärken, braucht es überzeugende architektonische Argumente. Und da sind die Fachleute gefragt, welche um Begründungen für ihre Haltungen ringen. Im AFO wird dies öffentlich und somit nachvollziehbar praktiziert.

Am mittlerweile etablierten Montagabend soll, wie bereits 2018, im Anschluss an ein themengebundenes Fachreferat eine Diskussion mit Gästen aus den Bereichen Soziologie, Philosophie, Kunst, Politik oder Wirtschaft geführt werden. In diesem Jahr widmen wir uns dem Umgang mit der Zeit, der Auseinandersetzung mit Vergänglichkeit und Veränderungen, auf materieller Ebene und in Bezug zur Gestaltung von öffentlichen und privaten Räumen und Landschaften.
Wieder moderiert durch Dr. phil. Barbara Bleisch und Herr Dr. phil. Jean-Daniel Strub, erhalten die Abende Dichte und Gehalt.

Moderationen

Barbara Bleisch, Philosophin, Zürich
Barbara Bleisch hat in Zürich, Basel und Tübingen Philosophie, Germanistik und  Religionswissenschaften studiert und zu Fragen der globalen Gerechtigkeit am Ethik-Zentrum der Universität Zürich promoviert. Sie moderiert die «Sternstunde Philosophie» bei Schweizer  Radio und Fernsehen SRF und ist Kolumnistin beim «Philosophie Magazin» in Berlin. Bleisch ist ausserdem Dozentin für Ethik in den «Advanced Studies of Applied Ethics» am Ethik-Zentrum der Universität Zürich sowie im Studiengang «Philosophie und Management» an der  Universität Luzern. Zu ihren jüngsten Publikationen gehören «Familiäre Pflichten» (Frankfurt a. M. 2015) und «Ethische Entscheidungsfindung» (Zürich 2014).

Jean-Daniel Strub, Ethiker, Zürich
Jean-Daniel Strub ist Projektleiter im Bereich Wissenschaftspolitik beim Rat der  Eidgenössischen Technischen Hochschulen und führt als Gesellschafter sein eigenes Büro Brauer & Strub | Medizin Ethik Politik. In dieser Funktion ist er regelmässig als Moderator im  Einsatz. Ausserdem moderiert er regelmässig Podien im Rahmen von politischen Anlässen im Grossraum Zürich, wozu wiederholt auch Veranstaltungen zu städtebaulichen und  raumplanerischen Fragen gehören.

Stadt und Landschaft denken

Livestream am Mo 31. Mai 2021

Der Stream ist bis So 13. Juni 2021 online.

Mehr Informationen zum Anlass finden Sie hier

Stream powered by STÜRMER FOTO

Sommer Camp Architektur

Dokumentation

2018 konnten wir das Sommer Camp Architektur in Altstätten, St. Gallen und Wil durchführen.

Das dafür erarbeitete Konzept und die Modulbeschriebe wurden durch die 2018 Erfahrungen ergänzt und in einer Dokumentation zusammengefasst.

Der Kurs kann auch als Teil einer Sonderwoche während des Unterrichts durchgeführt werden. Die Lektionen stehen für Lehrkräfte zur freien Verfügung.

Die Informationen zur Vorbereitung, Durchführung und möglichen Modulen werden vom Architektur Forum Ostschweiz zur Verfügung gestellt. Wir erwünschen uns als Gegenleistung ein Feedback, wenn ein Sommer Camp Architektur oder einige Module durchgeführt werden.

Dokumentation Sommer Camp Architektur_Feb_2019