Architektur Forum Ostschweiz

Monatsarchive: Juni 2017

Vor Ort – Erweiterung Helvetia-Hauptsitz, St. Gallen

Besichtigung mit Führung durch Bauherrschaft und Bauleitung

Mo 26. Juni 2017, 17.30 Uhr vor Ort

Mit dem neuen Westflügel schafft Helvetia an ihrem Hauptsitz am Girtannersberg etwa 130 zusätzliche Arbeitsplätze. Zugleich wird der Gastrobereich erneuert und erweitert. Der Erweiterungsbau basiert auf dem Projekt von Herzog & de Meuron, das 1989 erfolgreich aus einem Projektwettbewerb hervorgegangen ist. 2002 und 2004 wurden die Süd-, die Nord- und die Ostseite des bestehenden Gebäudes mit markanten Neubauten fertiggestellt. Nun folgt mit der Westerweiterung der vierte und abschliessende Teil. Pierre de Meuron erklärt: «Der vierte und letzte Erweiterungsbau schafft einen markanten Eingang mit Café, Sitzungsräumen und Büros. In den letzten Jahren sind damit vier neue, in Form, Grösse und Querschnitt unterschiedliche Baukörper an den kreuzförmigen Altbau mit zentraler offener Treppenanlage angedockt worden. Dadurch entstanden vier hofartige Gärten, die die Natur in den Büroalltag integrieren. Die einheitliche Fassadengestaltung aller Erweiterungsbauten
gibt dem gesamten Gebäudekomplex seine Identität.»

Die Veranstaltung ist ausgebucht – keine Anmeldung mehr möglich

Teilnehmerzahl beschränkt
Eintritt 10.– / Mitglieder gratis

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Bildnachweis: Herzog & de Meuron

Einladungskarte Juni

Grenzen – Schnittstelle Erdgeschoss – Wechselwirkung zwischen Öffentlich und Privat

Doris Zoller, Architektin und Stadtplanerin, München und Ingemar Vollenweider, Architekt, Basel

Mo 12. Juni 2017, 19.30 Uhr im Forum

Dr. Doris Zoller, Architektin und Stadtplanerin aus München, zeigt über eine rein architektonische Betrachtungsweise hinaus die enorme soziokulturelle Bedeutung der  Erdgeschosszone im verdichteten europäischen Wohnungsbau auf. Diese herausragende Rolle begruündet sich zunächst aus ihrer Position: Sie wird auf Augenhöhe wahrgenommen. Sie ist Gebäudesockel und Interaktionsraum zugleich. Hier treffen Architektur und Stadtleben, Individuum und Gemeinschaft, Privatheit und Öffentlichkeit aufeinander und formen sich aus einem Gemenge von architektonischen, sozialen und ökonomischen Schwellen und Übergangsräumen zu Räumen des Dazwischen aus. Diese Transfer- und Übergangszonen stehen in enger Wechselwirkung zwischen der Typologie von Wohngebäuden und dem Charakter der angrenzenden öffentlichen Räume. Die Erdgeschosszone ist also weit mehr als eine Reihung funktional notwendiger Räume, sie birgt Bereiche der Nutzbarkeit und Aneignung für die Stadtbewohner und trägt somit wesentlich zur Identität eines Quartiers und damit letztlich der gesamten Stadt bei.

Bildnachweis: Doris Zoller

Einladungskarte Juni