Architektur Forum Ostschweiz

Monatsarchive: März 2016

Architektur im Film – The Competition

Gespräch mit den Kantonsbaumeistern Erol Doguoglu (TG) und Werner Binotto (SG), Moderation Hansueli Rechsteiner

Di 22. März 2016, 20 Uhr im Kinok

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Der Dokumentarfilm „The Competition“ begleitet fünf international renommierte ArchitektInnen – Frank Gehry, Jean Nouvel, Zaha Hadid, Dominique Perrault und Norman Foster –, die im Jahr 2008 am Wettbewerb für das Nationale Kunstmuseum im pyrenäischen Kleinstaat Andorra teilnahmen.
Die Meister, und vor allem ihre MitarbeiterInnen, plagen sich, entwerfen Strategien, kämpfen, wollen gewinnen. Die Präsentation vor der Jury schließlich, an einem hektischen Tag mitten im Wahlkampf, ist ein großes Medienereignis in dem kleinen Land. Der Film verfolgt den Wettbewerb sehr detailliert, fast schmerzhaft rau und bietet faszinierende Studien zu Persönlichkeit, Strategie und Rhetorik der StararchitektInnen sowie den Arbeitsverhältnissen in deren Büros. Der erste Dokumentarfilm des Architekten Angel Borrego Cubero – Office for Strategic Spaces (OSS) in Madrid – begleitet den angespannten Prozess, der charakteristisch für Architekturwettbewerbe ist und stellt damit auf eindringliche Weise deren Sinn in Frage.

Angel Borrego Cubero/ Spanien 2013, O/e, 99 min

Zum Trailer

Vorstellung der Internetplattform Konkurado – Web of Design Competitions durch Almut Fauser, Geschäftsführerin Stiftung Forschung Planungswettbewerbe

Weitere Vorführungen: Mi 30.März 18.30 Uhr

Eintritt 15.– / Mitglieder AFO 10.–
Reservation: T 071 245 80 72, www.kinok.ch

Veranstaltungssponsor:
Domus
fsb
konkurado

Einladungskarte März

Sommer Camp Architektur

Beitrag des Architektur Forums Ostschweiz am Projektwettbewerb „150 Jahre schaffen Zukunft“

Sommer Camp Architektur_Kay Kröger

Zum Beitrag

 

An 5 Orten im Kanton können in den Sommerferien 2017 Jugendliche Baukultur entdecken – als Pilotprojekt für weitere Kurse. Während dieser Woche lernen die jungen Menschen unter Anleitung von professionellen Vermittlerinnen und Vermittlern die gebaute und gestaltete Umwelt ihrer Stadt und der Umgebung besser kennen.

 

Wesentlicher Fokus aller Aktivitäten ist es, Kinder und Jugendliche darin zu unterstützen, ihre alltägliche Umwelt bewusster wahrzunehmen, Raumqualitäten zu erleben und die Gestaltbarkeit ihrer Umwelt zu erkennen. Mittels unterschiedlicher methodischer Ansätze wird der Blick auf den gebauten und gestalteten Lebensraum geschärft, um letztendlich jene Sensibilität zu entwickeln, die entscheidungsfähig macht.

Weil jeder Ort seine spezifischen Eigenschaften aufweist und sich so eine Vertiefung zu unterschiedlichen Themen anbietet, werden die Resultate der fünf Kurse sich sehr unterscheiden. Eine Wanderausstellung wird diese Resultate und gewonnenen Erkenntnisse einer breiteren Bevölkerung vorstellen.

Fachleute (Architekten und Ingenieurinnen, Handwerkerinnen und Unternehmer, Raumplanerinnen und Landschaftsarchitekten) besuchen die Kurse, berichten von ihrer Arbeit und davon, wie unsere gebaute Umgebung entsteht.

Nutzen für die Menschen in den Kantonen St. Gallen und Appenzell AR

Die jungen Menschen werden eines Tages selbst bauen oder einen Beruf in der Branche ausüben. Sie sind die Bauherren und Entscheidungsträger der Zukunft. Wenn sie bereits als junge Menschen in Kontakt mit unserer gebauten Umwelt kommen und diese kennen und schätzen lernen, werden sie dereinst als Erwachsene bei Fragen zur Baukultur mündig entscheiden können.

Einbezug freiwilliger Helferinnen und Helfer

Die Mitglieder und der Vorstand des Architektur Forums Ostschweiz bringen ehrenamtlich ihr Wissen und Engagement ein. Während der Konzeptphase werden sich vorwiegend Vorstandsmitglieder engagieren, in den Ferienkursen bringen die Mitglieder des Architektur Forums Ostschweiz und der Fachverbände ihr Wissen ein.

Nachhaltige Wirkung

Ein erstes Ziel des Projekts ist es, Ferienkurse in den Sommerferien 2017 an fünf Orten in der Region durchzuführen. Diese dienen als Pilotprojekt und sollen nach dem Testlauf im Sommer 2017 jährlich wiederholt werden. Das vorliegende Projekt dient dazu, das Konzept auszuarbeiten, die Pilotprojekte durchzuführen und sie so zu dokumentieren und aufzubereiten, dass sie wiederholt werden können. Die Ferienkurse sollen in den folgenden Jahren nach dem ersten Durchgang wiederholt werden: an den ursprünglichen Orten ebenso wie in neuen Städten. Der Kurs kann auch als Teil einer Sonderwoche während des Unterrichts durchgeführt werden. Die Dokumentationen der Projektwochen stehen Lehrkräften zur freien Verfügung, um das Thema Baukultur auch in den Schulen behandeln zu können.

Einschätzung der Realisierbarkeit

Mit der finanziellen Unterstützung der Kantonalbank und dem ehrenamtlichen Engagement des Architektur Forums Ostschweiz steht das Projekt auf einem soliden Fundament. Der gesamte Vorstand des Architektur Forums Ostschweiz steht geschlossen hinter dem Projekt und ist motiviert, sich dafür zu engagieren. Die 450 Mitglieder des Architektur Forums Ostschweiz bringen sich auch bei anderen Projekten äusserst aktiv ein, die langjährigen Partner aus Industrie und Bauwirtschaft unterstützen das Forum seit seinen Anfangszeiten tatkräftig.

Im Wandel – 3 Kurzreferate von Zita Cotti, Dieter Jüngling und Andreas Sonderegger

Sachverständigenrat, Stadt St. Gallen

Mo 7. März 2016, 19.30 Uhr im Forum

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„Der stetige Wandel ist Teil des beharrlichen Bleibens hinter Mauern. Dieses scheinbare Paradox lässt Fragen aufkommen. Was für Kräfte müssen wirken, um die stetig gleichen Nutzungen in immer wieder veränderte Form verwandeln zu lassen. Kleine Eingriffe, die an einem Ort, der als dauernder Lebensraum einer Klostergemeinschaft Bedeutung hat, eine über 1200 Jahre alte Baugeschichte weiterführen.“
Dieter Jüngling

„Mit dem Legislaturschwerpunkt „10‘000 neue Wohnungen in 10 Jahren“ initiierte der Stadtrat von Zürich 1998 eine rege Wohnbautätigkeit. Ehemalige Industrieareale werden zu neuen Stadtteilen, Quartiere aus den Nachkriegsjahren, wie auch Blockrandquartiere erfahren durch Ersatzneubauten starke Veränderungen. Als Akteure in diesem Verdichtungsprozess stellen sich neben den städtbaulichen Fragen auch inhaltliche insbesondere hinsichtlich der ehemals standardisierten Grundrisstypologen.“
Zita Cotti

„Durch unsere architektonische Tätigkeit verändert sich unser Lebensumfeld aktuell weit mehr als nur parzellenweise. Im Zuge der Deindustrialisierung werden beispielsweise ganze Quartiere neu konzipiert. Mit unseren Projekten nehmen wir Architekten hier Teil an der Entwicklung eines komplett neuen Lebensraums. Wir arbeiten mit Ökonomen, Soziologen, Landschaftsarchitekten und Verkehrsplanern zusammen. Wir werden zu Urbanisten.“
Andreas Sonderegger

Eintritt 10.– / Mitglieder gratis

Einladungskarte März