Architektur Forum Ostschweiz

Monatsarchive: November 2015

Tausend Marmorsteine – Ein neues Herz für die Kathedrale

Ein Dokumentarfilm von Rahel Lämmler und Claudia Lorenz

Mo 16. November 2015, 19.30 Uhr Uraufführung im Stiftsbezirk St. Gallen mit Florian Summa und Florian Zierer von Caruso St John Architects und Rahel Lämmler

  • Altarraum
  • Montage Sedilien
  • Ornamente

Die Stiftskirche St. Gallen ist eine der prachtvollsten Sakralbauten des Spätbarocks. Sie gehört seit 1983 zum Unesco-Welterbe. Nun wird das ehrwürdige Gotteshaus einer anspruchsvollen Operation unterzogen: Es erhält ein neues Herz.
Anlässlich des 200-jährigen Jubiläums schenkt der Katholische Konfessionsteil des Kantons St. Gallen der Kathedrale einen neuen Altarraum. Der Bau des Altarpodests und der lithurgischen Objekte erfordert höchste Handwerkskunst. Der mit Ornamenten durchsetzte Terrazzobelag wird sorgfältig Schicht für Schicht erstellt. Nach vielen aufwendigen Arbeitsschritten kommt seine wahre Schönheit schliesslich ans Tageslicht. Erst jetzt wissen die Altarbauer, ob ihr Werk gelungen ist.

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Anmeldung unter stiftsbezirk@nulla-f-o.ch mit Angabe Namen, AFO Mitgliedschaf ja/ nein.

Eintritt 10.– / Mitglieder gratis

Einladungskarte November

AFO vor Ort – Rathaus und Rathausplatz Altstätten

Baustellenbesichtigung

Sa 14. November 2015, Alstätten, 9 Uhr, Treffpunkt: Eingang neues Rathaus

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Rathaus, Freihof und die vier Häuser der Siedlung Churer- / Städlenstrasse definieren im bestehenden Kontext neue Stadträume, welche als Ordnungselemente zusammen mit der neuen Strassenführung die vorgefundene Situation klären und neue Bezüge schaffen.
Das neue Rathaus öffnet als vertikales Volumen mit minimiertem Fussabdruck den bisher versteckten Rathausplatz zur Trogenerstrasse und etabliert einen Sicht- und Wegbezug zur Altstadt. Die tangentiale Strassenführung lässt auf dem Platz Raum für vielfältige städtische Aktivitäten.
Der Freihof-Neubau ist aus der dichten Bebauungsstruktur der Altstadt entwickelt und bildet deren nordöstlichen Abschluss. Zusammen mit dem Gebäude auf der nördlichen Seite der Trogenerstrasse entsteht eine Torsituation, welche von der Innenstadt zur parkartigen gründerzeitlichen Stadterweiterung überleitet. Der öffentliche Innenhof verbindet den Rathausplatz fussläufig mit der Vorstadt.
Die Häuser der Siedlung Churer- / Städlenstrasse orientieren sich in Körnigkeit und Dichte am Bebauungsmuster des Vorstadt-Quartiers. Durch ihren unmittelbaren Strassenbezug werden zum Freihof klare stadträumliche Fluchten geschaffen. Nach Osten entsteht dagegen eine ruhige, gefasste Hofsituation.
Mit ihrer Höhenstaffelung gliedern sich die neuen Häuser in die Silhoutte der gewachsenen Stadt ein und zeichnen den für Altstätten prägenden Verlauf der Topographie nach.

Mitwirkende vor Ort
Patric Allemann – Allemann Bauer Eigenmann Architekten, Zürich
Rita Mettler – Mettler Landschaftsarchitektur, Berlin/Gossau
Paul Knill, Architekt und Mitglied Ortsbildkomission Altstätten
Werner Binotto, Kantonsbaumeister
Andreas Jung, Stadtbaumeister Altstätten

Eintritt 10.– / Mitglieder gratis

Anmeldung unter altstaetten@nulla-f-o.ch mit Namen, Personenzahl und Mitgliedschaft AFO ja/nein.

Einladungskarte November

Struktur und Raum – System – Konzept –
Komposition

Pascal Flammer, Architekt, Balsthal

Finissage zur Ausstellung «Pier Luigi Nervi – Art and Science of Building» Mo 2. November 2015, 19.30 Uhr im Forum

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„I like to look at an accumulation of pieces that express strategic positioning – spatially, functionally or symbolically.“ Ich schrieb diesen alleinstehenden Satz für einen Ausstellungsbeitrag an der letzten Biennale in Venedig, und ich möchte dem Begriff „strategic positioning“ hier kurz nachgehen. Was bedeutet oder wofür steht „strategic positioning“? Eine Setzung, die eine Absicht ausdrückt – und im besten Falle auch elegant ist? Die Absicht eines Autors drückt eine Wertvorstellung aus – und als Betrachter kann man daran teilnehmen. Diese Wertvorstellung und die Fähigkeit, diese räumlich zu manifestieren, das ist die Kostbarkeit der Architektur.
Ich habe Entwürfe entwickelt, an denen ich lange gearbeitet habe und die ich als logisch und präzise erachte, trotzdem mag ich sie nicht. Mir ist aufgefallen, dass diese meist systemischer Natur sind, dass diesen ein System zugrunde liegt, welches Form generiert ohne einer Wertvorstellung zu folgen. Als Folge bleibt das Resultat eigenartig leer, ein Kadaver, absent eines Vorschlages oder absent eines Verfassers. Seit diesem Gedanken sind mir Systeme suspekt. Ähnlich schätzte ich Konzepte ein, die subjektive Gewichtung auf wenige Argumente legen. Denn auch hier, ist das Konzept einmal entwickelt, entsteht Form über Automatismen. Ich habe das Gefühl, es bleibt nur die Komposition, wie wir es von der klassischen Malerei her kennen. Alles ist wichtig, alles steht in Relation zueinander, es gibt keinen Urgrund oder kein System, auf das Entscheidungen rückzuführen sind.

www.pascalflammer.com

Ausstellung Pier Luigi Nervi – Art and Science of Building

Ausstellungssponsoren:
Archimedia Schweiz AG
BETONSUISSE
gruner + wepf
Historika Werbetechnik
Istituto italiano di cultura Zurigo
Kanton St. Gallen Kulturföderung
Stadt St. Gallen
Stutz AG

Eintritt 10.– / Mitglieder gratis

Einladungskarte November