Architektur Forum Ostschweiz

Monatsarchive: Februar 2013

Kunst im Forum:Toys and Shapes

Rik Beemsterboer

Vernissage Do 23. Mai 2013, 18.30 Uhr im Forum
Ausstellung 24. Mai bis 16. Juni, Di – So 14 bis 17 Uhr

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Rik Beemsterboer befreit die Malerei von der Leinwand und gibt ihr eine eigenständige Silhouette. In seiner Einzelausstellung zeigt der St. Galler Künstler auf Holz übertragende Bilder von Luxus- und Alltagsgegenständen und hinterfragt damit Form, Wert und Funktion. Gleichzeitig lotet er die Grenze zwischen Objekt und Gemälde aus.
www.beemsterboer.ch

Das AFO im Zeughaus Teufen
Bärenwaldhaus in Bern

Patrick Thurston
Preisträger des Prix Lignum

Mo 18. Februar 2013, 19.30 Uhr im Zeughaus Teufen

  • Bärenhaus
  • Bärenhaus
  • Bärenhaus
  • Bärenhaus

Nicht immer erblickt einen Bären, wer das neu erstellte Bärenwaldhaus im Tierpark Dählhölzli besucht. Der Gang durch die verwinkelten Räume hindurch lohnt sich dennoch in jedem Fall. Der Architekt Patrick Thurston hat ein Haus geschaffen, das weit mehr als ein Dach über dem Kopf bieten. Stein und Holz bilden Räume, die ihre Besucher auf die urtümliche Kraft der Bären hinter der Glasscheibe einstimmen.
Seinen archaischen Charakter bezieht das Haus aus einer überraschenden Konstruktion: Dicke Trockenmauern aus Naturstein und Wände aus massiven Holzblöcken tragen ein hohes Holzdach in Strickbau. Durchlaufende Holzbinder in beiden Richtungen stabilisieren die Wände und bilden ein schönes, konstruktiv begründetes Ornament auf der Oberfläche. Das Haus ist unbeheizt. Jenseits aller bauphysikalischer Normen bieten die Räume eine Behaglichkeit, die sich mit allen Sinnen erfahren lässt: Die dicken Wände schützen vor Wind und Kälte, das naturbelassene Holz verströmt einen angenehmen Geruch. Im rohen Holz in der Wand sitzend, fühlt man sich geborgen, die Oberflächen laden zu Berührung ein. Schritte und Stimmen verfangen sich im hohen Strickbau des Dachs. Holz und Stein schaffen im Bärenwaldhaus eine einmalige Stimmung.
Das Zusammenspiel der beiden Materialien ist aber auch technisch wegweisend: Es zeigt Wege der Holzverwendung jenseits der Konventionen auf: roh statt veredelt, massiv statt stabförmig, stehend statt liegend belastet. Ein archaischer Mischbau – man darf gespannt sein, was dieser Impuls anderswo auslöst.

Text aus der Würdigung der Jury Prix Lignum

www.thurston.ch
www.zeughausteufen.ch

Architektur im Film:
Pomerol, Herzog & de Meuron

Einführung durch Denis Duhme,
Weinakademiker, Winzer und Autor, Kassel/ Köln

Di 12. Februar 2013, 20.00 Uhr im Kinok

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Der Film Pomerol, Herzog & de Meuron zeigt uns die Feststimmung unter den Weinlesern während der Mahlzeiten im Speisesaal von Herzog & de Meurons Pomerol.  Das Gebäude wurde für das renommierte Jean-Pierre Moueix Weingut entwickelt. Um die Besonderheiten und Merkmale des Gebäudes bewundern zu können, zeigt der Dokumentarfilm die entscheidende Phase eines Jahreszyklus – die Erntezeit. Er bietet einen ungewöhnlichen Besuch des H&dM Projektes unter Betrachtung der täglichen Aktivitäten der Weinleser in Verbindung mit ihren Mahlzeiten und Feierlichkeiten nach langen Arbeitstagen und harter Arbeit.

www.living-architectures.com
Trailer ansehen
mehr zu Denis Duhme

Weitere Vorführungen: Sa 16. Feb 15.30 Uhr, Di 19. Feb 17.30 Uhr
Eintritt 15.–/Mitglieder AFO 10.–
Reservation 071 245 80 72 , www.kinok.ch
Veranstaltungssponsoren: Domus, Fluora, B&B Italia

Einladungskarte Februar

Mauerwerk – More Brickwork

Jonathan Sergison, Architekt, London/Zürich

Mo 4. Februar 2013, 19.30 Uhr im Forum

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Brick has had a particular significance in our work since we started in practice. As the dominant building material in many of the places we work, it represents a conscious attempt to engage with the existing character of place. It also feeds into a broader discourse and conceptual framework about tolerance in architecture. And we enjoy brickwork for its unique characteristics and properties: how it is produced, the construction possibilities it allows, and the manner in which it weathers. This lecture will make the case for updating attitudes to brickwork by illustrating recent projects built from this material.

Neues zum Mauerwerk

Von Beginn an hatte der Backstein eine herausragende Bedeutung in unserer Arbeit. Dieses Baumaterial dominiert häufig die Umgebung, in der wir arbeiten und drückt unser Bestreben aus, auf das Wesen des Ortes einzugehen. Es rückt unsere Bauten auch in einen breiteren Diskurs, bei dem es um Massabweichungen in der Architektur geht. Wir schätzen das Backsteinmauerwerk wegen seiner einzigartigen Eigenschaften: Wie es hergestellt wird, wie es verbaut werden kann und die Art, wie es verwittert. Anhand kürzlich erstellter Backsteingebäude veranschaulicht der Vortrag, wie sich unsere Haltung gegenüber diesem Baumaterial entwickelt hat.
www.sergisonbates.co.uk

Kurzvortrag Roman Berger:  ROBmade von Keller AG Ziegeleien

Roman Berger leitet den Bereich Vorfabrikation bei den Keller AG Ziegeleien. Zum Auftakt präsentiert er einen Blick in die digitale Fertigung von Fassadenelementen aus Bausteinen.

Das Label heisst ROBmade und der Name ist Programm: Roboter mauern Wände, die als digitaler Entwurf aus dem Computer kommen. Die digitale Fabrikation ermöglicht Bauelemente, die auf traditionellem Wege nicht zu erstellen wären.
Das neue Wandsystem ist aus verschiedenen Forschungsprojekten entstanden, welche die Keller AG Ziegeleien zusammen mit Gramazio & Kohler, Architektur und Digitale Fabrikation, ETH Zürich von 2008 bis 2012 durchführten. Die Partner verbindet jahrzehntelange Erfahrung im Systembau, der Vorfabrikation von Mauerwerk und dem Einsatz innovativer Technik im Bereich digitaler Gestaltungs- und Fabrikationsprozesse. Dank modernster Klebetechnik ist es möglich, Wandelemente mit frei wählbaren Motiven herzustellen. Ausgehend von klassischen Techniken wird durch das Öffnen der Stossfugen und Verdrehen der einzelnen Bausteine ein völlig neues Wandbild erzeugt.
Mehr unter www.robmade.ch

Veranstaltunsgssponsor: www.keller-systeme.ch

Einladungskarte Februar

Liechtenstein Kongress 2013

Gipfel der nachhaltigen Raumentwicklung

Do 6. und Fr 7. Juni 2013 im Auditorium Universität Liechtenstein

Immobilien und Infrastruktur für morgen
Architektur und Raumentwicklung: die nächsten 50 Jahre – und weiter

Wir widmen uns der Zukunft von Architektur und Siedlung; der Zukunft unseres Landes und seiner Region. Nicht einer weit entfernten Zukunft gilt dieser Kongress, sondern heutigen Impulsen, die noch in fünfzig, hunderten von Jahren relevant sein werden. Klimastabile Architektur und Raumplanung, Städtebau und Regionalentwicklung, sowie bessere und erneuerbare Ressourcennutzung, Artenvielfalt und höhere, ökologisch hochwertige Produktivität sind der Fokus des ersten Tages. Resultate und Ausblicke des Zurich Klimapreises schaffen einen Höhepunkt von praktischen Beispielen.

Am zweiten Tag ist der Fokus auf Zukunftsinfrastruktur gerichtet: auf Forschungen in autarken Energiesystemen für die Region, auf Speichermethoden der Zukunft, sowie Diskussionen um Wertschöpfungschancen, die aus einem nachhaltigen Umgang mit Land, Gemeinden und Region entstehen könnten.

Der Nachhaltige Raumentwicklungsgipfel ist Teil der erfolgreichen Liechtenstein-Kongress Serie, die seit 2008 an der Universität Liechtenstein stattfindet. Dieses Ereignis mit hochkarätigen Experten aus der Region und weltweit ist der kurz- und langfristigen Zukunft der Architektur und Raumentwicklung sowie der Zukunft der Immobilien- und Infrastruktur gewidmet, aus lokaler, regionaler und internationaler Sicht, um 50 Jahre Bauausbildung im Land zu ehren. Am 06. Juni werden zudem die Gewinner des Zurich Klimapreises vorgestellt und die Ausschreibung für den Zurich Klimapreis 2013/2014 angekündigt.

Anmeldung ist erforderlich.
per email: kirsten.steinhofer@nulluni.li, Telefon +423 265 1132
Teilnahme ist kostenlos. Kleiner Verpflegungsbeitrag für Ganztagsteilnehmer am 6. Juni

www.uni.li/li-congress