Architektur Forum Ostschweiz

Jahresarchive: 2012

Auszeichnung gutes Bauen Ostschweiz 2011–2015

Gutes Bauen in neuem Gewand

Das Architektur Forum Ostschweiz stellt seinen Bauherrenpreis um. Mit einer Artikelserie in der Tagespresse richtet sich der Preis nicht mehr nur an Fachleute, sondern spricht eine breitere Öffentlichkeit an. Die neue Ausrichtung regt an, sich in die Diskussion um die gebaute Umwelt von Schaffhausen bis ins Bündnerland einzubringen. Im Mittelpunkt stehen nicht nur Gebäude, sondern auch gesellschaftliche Entwicklungen wie Planungen, Landschaftsarchitektur und Entwurfsmethoden.
Architektur ist ein Thema, das weite Kreise bewegt. Und doch wird meistens nur in Fachkreisen darüber gesprochen. Einzig wenn die Vorstellungen von Bauherren und Investoren sich an den Interessen der Öffentlichkeit reiben, wird Bauen zum Politikum. Manchmal entzündet sich der Streit an einem einzelnen Gebäude, in anderen Fällen sind grössere Planungen wie Plätze und Quartiere der Stein des Anstosses. Die gebaute Umwelt ist ein Thema, das der Bevölkerung unter den Nägeln brennt. Und zu dem sie sich auch äussern will.

Themen statt Ikonen

Das Architektur Forum Ostschweiz hat die Zeichen der Zeit erkannt und die Zusammenarbeit mit den Tageszeitungen von Schaffhausen bis zum Bündnerland gesucht. Mit der Auszeichnung «Gutes Bauen Ostschweiz» wurden bisher alle fünf Jahre vorbildliche Bauten aus der Region ausgezeichnet und so der Blick auf die regionale Architektur gelenkt.
Mit der Neuausrichtung des Preises soll nun ein breiteres Publikum wie auch ein grösseres Spektrum an Themen angesprochen werden. Dazu erscheint in den Tageszeitungen der Region jeden Monat ein Artikel zur Baukultur in der Ostschweiz. In der Reihe werden auch kritische Entwicklungen beleuchtet. Die Inhalte werden von Vertretern der Fachverbände eingebracht, in einer Redaktionskommission ausgewählt und von unabhängigen Fachjournalisten recherchiert. Ein zweistufiges Verfahren sichert die inhaltliche Qualität und garantiert, dass die Themen frei von Interessen gewählt werden.
Die Vertreter der Fachverbände sitzen jeweils ein Jahr lang in der Kommission. Sie bringen die Werke ein, die in einer breiteren Diskussion erörtert werden sollen. Hier sind auch Sie als Mitglied der Verbände gefragt: Bringen Sie sich in die Diskussion ein. Informieren Sie den Vertreter Ihres Verbandes oder das Architektur Forum über Bauwerke in der Ostschweiz, die einer breiteren Diskussion würdig wären.

Für das Jahr 2011 und 2012 sitzen folgende Vertreter in der Redaktionskommission.
BSA: Astrid Staufer
BSLA: Tobias Pauli
SIA: Peter Hubacher
SWB/STV/FSAI: Max Graf
Das Architektur Forum erreichen Sie unter info@nulla-f-o.ch

Gemeinsame Themen

Neben den Kantonen Schaffhausen, Thurgau, St. Gallen, Glarus, Graubünden und den beiden Appenzell umfassen die Artikel auch Werke aus dem Fürstentum Liechtenstein. Die geographische Ausdehnung ist gross und das kulturelle Umfeld heterogen. Über die sanften Hügel des Seerückens bis zu den steilen Flanken des Bergells suchen die Vertreter der Fachverbände nach Themen und Werken, welche die Ostschweiz prägen. Denn diese gleichen sich oft: Das Bauen im Bestand, der Umgang mit geschützter Substanz, die Umsetzung von baulicher Dichte oder die Zusammenarbeit mit Investoren und Behörden.
Auch weiterhin wird alle fünf Jahre die Auszeichnung «Gutes Bauen Ostschweiz» vergeben. Dabei geht es um die wichtigsten Beiträge zur Baukultur in der Ostschweiz. Werke, die in der Artikelserie positiv besprochen wurden, sind automatisch für den Preis nomminiert. Die Fachverbände haben die Möglichkeit, wichtige Werke, die nicht besprochen wurden, auch nachträglich noch zu einzubringen. Eine externe Jury wird zu Beginn des Jahres 2016 die ersten Preisträger nach dem neuen System küren.