Architektur Forum Ostschweiz

Schönheit

Wenn Interessen beim Bauen aufeinanderprallen, muss sich die Schönheit gegen Rendite, Nachhaltigkeit, Wachstum und Effizienz behaupten, oder im Idealfall mit diesen Ansprüchen in Einklang gebracht werden können.
Die Architektinnen und Architekten haben die besondere Pflicht, die «venustas» gegenüber  den anderen Beteiligten zu verteidigen. In diesem Kraftfeld der Ansprüche bildet der Diskurs um die Schönheit einen Fixstern, der der Profession zutiefst eigen ist – doch bleiben die  Architektinnen und Architekten bei diesen Diskussionen oft unter sich.
Kann Schönheit einen Beitrag zur Lösung der Probleme unserer Zeit leisten? Oder ist diese Diskussion Ausdruck eines Rückzugsgefechts, in dem Architektinnen und Architekten sich in ihrer Wagenburg verschanzen können? Ermöglicht die Schönheit gar, die vielfältigen  Ansprüche des Bauens erst unter einen Hut zu bringen?
Im Jahr 2020 widmet sich das Architektur Forum Ostschweiz verschiedenen Positionen, die das Phänomen der Schönheit beleuchten. Und wirft damit auch ein Streiflicht auf das Selbstverständnis der Profession.

Wir möchten uns in diesem Jahr den verschiedenen Positionen widmen, die das Phänomen  der «Schönheit» beleuchten. Wie in den letzten zwei Jahren soll an den Montagabenden im Anschluss zu einem themengebundenen Fachreferat eine Diskussion mit Gästen aus den Bereichen Soziologie, Philosophie, Kunst, Politik oder Wirtschaft geführt werden.
Erneut moderiert durch Frau Dr. phil. Barbara Bleisch und Herrn Dr. phil. Jean-Daniel Strub, erhalten die Abende Dichte und Gehalt.

Moderationen

Barbara Bleisch, Philosophin, Zürich
hat in Zürich, Basel und Tübingen Philosophie, Germanistik und Religionswissenschaften  studiert und zu Fragen der globalen Gerechtigkeit am Ethik-Zentrum der Universität Zürich promoviert. Sie moderiert die «Sternstunde Philosophie » bei Schweizer Radio und  Fernsehen SRF und ist Kolumnistin beim «Tages-Anzeiger» sowie beim «Philosophie Magazin» in Berlin. Bleisch ist ausserdem Dozentin für Ethik in den «Advanced Studies of  Applied Ethics» am Ethik-Zentrum der Universität Zürich sowie im Studiengang  «Philosophie und Management» an der Universität Luzern. Zu ihren jüngsten Publikationen gehören «Warum wir unseren Eltern nichts schulden» (München 2018) «Familiäre  Pflichten» (Frankfurt a. M. 2015) und «Ethische Entscheidungsfindung» (Zürich 2014).

Jean-Daniel Strub, Ethiker, Zürich
Jean-Daniel Strub ist selbstständiger Ethiker in Zürich. Er ist Mitgründer und Co- Geschäftsführer von ethix – Lab für Innovationsethik und des Büros Brauer & Strub | Medizin Ethik Politik. Ebenso ist er Geschäftsführer der Stiftung Wissenschaftliche  Politikstipendien in Bern. Er ist regelmässig als Moderator von Tagungen und  Diskussionsveranstaltungen im Einsatz. Ausserdem moderiert er regelmässig Podien im Rahmen von politischen Anlässen im Grossraum Zürich, wozu wiederholt auch  Veranstaltungen zu städtebaulichen und raumplanerischen Fragen gehören.