Architektur Forum Ostschweiz

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Grenzen – Die Wand – Grenze der Architektur – Architektur der Grenze / «Recht auf  Illegalität»

Uwe Schröder, Architekt, Bonn / Santiago Cirugeda, Architekt, Sevilla

Mo 6. November 2017, 19.30 Uhr im Forum

Bildnachweis: Uwe Schröder / Santiago Cirugeda

 

Die Wand | Grenze der Architektur – Architektur der Grenze

Das Anordnen und Errichten von Räumen an Orten ist Aufgabe der Architektur. Mittels Wand und Wänden lässt Architektur die gebrauchten Räume erscheinen. Räume, architektonische Räume, sind stets Innenräume, die von Wänden begrenzt werden. An diesen Wänden hören die Räume aber nicht etwa auf, vielmehr fangen sie recht eigentlich dort erst an. Eine Grenze sei dasjenige, wie der Philosoph meint, von woher etwas sein Wesen beginne. Auch ein architektonischer Raum ist etwas, das von den begrenzenden Wänden her wesentlich bestimmt wird und an diese fest gebunden ist. Insoweit sich also der Raum phänomenal der Wand entlehnt, wird die Wand als Grenze zur Wesensbestimmerin des Raumes. Nicht allein wegen der ihr zugehörigen transdisziplinären Anlage ist die Architektur Grenzwissenschaft, vielmehr ist sie eine solche – wenn auch im übertragenen Sinn – weil sie gleichsam ihr ganzes Wissen mit Entwurf, Bau und Gestaltung von Wänden entfaltet. Die Wand als Grenze weist in der Gestaltung auf die sich ihr entlehnenden Räume hin, mit der Öffnung als Übergang sind sie räumlich aneinander gebunden. Metrik, Tektonik und Materialität der Wand sind komplementär an Räume und Räumlichkeit der Wand gebunden…

Uwe Schröder Architekt

 

Grenze – «Recht auf  Illegalität»

Santiago Cirugeda  develops subversive projects with distinct ambitions in urban realities, from the systematic occupation of public spaces in containers to the construction of prostheses in facades, patios, roofs and lots. Cirugeda negotiates legal and illegal zones as a reminder of the pervasive control to which we are all subject. He is now working together with local governments to implement new housing models for the socially disadvantaged. After 7 years of solo work to address issues like ephemeral architecture, recycling, reuse of materials, strategies of occupation and urban intervention, the incorporation of prosthesis constructed buildings or participation citizens in the decision-making process, he set up in 2003 the architecture office Recetas Urbanas (Urban Recipes). In 2007, Cirugeda presented the book Urban Situations, which shows legal strategies and social demands through architectural projects. In 2008 he presented the documentary Dr€am Spanish, along with Guillermo Cruz, which reveals the causes and effects of the housing bubble in Spain. In 2011, Collective Architectures book portrayed mobilize the initiative consisting of dozens of groups to recycle containers from a temporary settlement dismantled, turning them into a multitude of self-constructed and self-managed spaces distributed throughout the Spanish territory resulting the network www.arquitecturascolectivas.net

Santiago Cirugeda – Recetas Urbanas

Eintritt 10.– / Mitglieder gratis

Einladungskarte November